Die Geschichte des Pfitzaufs

Als ich mich mit meinem amerikanischen Kommilitonen auf den Weg zu einem Vortrag über Muslimische Spiritualität und palliativmedizinischer Behandlung mache, ahne ich noch nicht in welche Identitätskrise ich geraten werde. Der Vortrag, organisiert vom Institut für Heilige Musik, findet im schicksten Restaurant der Uni statt. Holzvertäfelte Wände verziert mit Gemälden ehrwürdiger Herren, eine große amerikanische Flagge und zu meiner Freude: Porzellangeschirr – jedem der einmal länger in den USA gewesen ist wird auffallen, dass dieses Restaurant wirklich „bougie“ ist.

Nun, das Essen war grandios und der Vortrag eigentlich interessant, beschäftigt hat mich aber viel mehr eine Debatte am Buffet. Bereits auf dem Weg zum Vortrag hat mir mein Kommilitone von den „Pop-overs“, die es dort gäbe vorgeschwärmt: so delicious! Am Buffet sprangen diese mir dann regelrecht ins Auge. Knuspriges, fluffiges Teiggebäck: „Das sind doch eindeutig Pfitzauf“, dachte ich mir. Ich erklärte meinem Kommilitonen freudig, dass diese Pop-overs eigentlich Pfitzauf hießen und aus Swabia (Schwaben) kämen. Sogleich beteiligten sich ein Angestellter des Instituts und ein Engländer an der Debatte. Was dann passierte, erschütterte mich zu tiefst.

„Die Geschichte des Pfitzaufs“ weiterlesen