„Heute Nacht wäre fast ein Baum auf mein Zelt gefallen“, erzählte mir ein junger Mann und zeigte ein Handyfoto, auf dem sein kleines, in sich zusammengefallenes Zelt zu sehen ist. Ein Meter neben dem Zelt lag ein Baumstamm, der von dem starken Wind in der letzten Nacht entwurzelt worden war. „Ich gehe nicht zurück dahin. Ich will nicht den Tod. Lieber bleibe ich hier und trinke Tee.“, fuhr er mit schiefem Grinsen fort und nippte an dem süßen Chai, den ich ihm ausgeschenkt hatte.
„Wir sind. Menschen in Calais“ weiterlesenKategorie: Aus Tübingen
„Refugee Community Kitchen“ in Calais
„Ich war einige Jahre in Deutschland und mein Asylantrag wurde abgelehnt. Jetzt treffe ich dich hier in Frankreich und du gibst mit Essen. Das ist doch verrückt.“, sagt ein ungefähr 25-jähriger Mann in Deutsch bei einer unserer Essensausgaben zu mir. Diesen September haben wir in Calais verbracht. Wir haben viel gespült, Gemüse geschnitten, Essen verteilt und Menschen kennengelernt.
„„Refugee Community Kitchen“ in Calais“ weiterlesenSpielzeugautos, abschaffen?
Wir denken und fühlen in den Konzepten und Metaphern die wir bereits kennen. Das heißt, sprechen wir über „Argumentieren“ mit Sätzen wie „in die Parade fahren“, „im Wortgefecht“, „losschießen“ oder „Argumentationsstrategie“, dann denken wir Argumentieren als Krieg. Wir verwenden Metaphern die zum Konzept „Krieg“ gehören und prägen so unser Denken, aber auch das Handeln im Diskutieren mit anderen Menschen. Wären manche Gespräche anders ausgegangen, wenn wir mit anderen Metaphern über das Argumentieren nachdenken würden?
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